Reiseland Altmark

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Städte der Altmark

geschrieben von carlos am Jan-29-2010

Die Städte der Altmark

Die meisten Städte der Altmark lassen einen geradezu eintauchen ins Mittelalter. Ob es das ehrwürdige Stendal als die größte Stadt der Altmark mit seinen stattlichen Kirchenbauten ist, die alte Kaiserresidenz und Fachwerkstadt Tangermünde, in der Kaiser Karl IV. lebte und regierte oder die alte Hansestadt Salzwedel
mit dem Echten Salzwedeler Baumkuchen. Die beiden größten und zugleich bedeutendsten Städte in der Altmark sind Stendal und Salzwedel. Sie gehörten neben fünf weiteren Städten in der Altmark (Gardelegen, Tangermünde, Osterburg, Seehausen und Werben) der Hanse an.


Stendal - MarktInnenstadt - SalzwedelElbtor in TangermündeRathaus - gardelegenOsterburgStadt SeehausenRathaus - Werben
             

Die sieben altmärkischen Städte waren zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert reiche, wehrhafte Handelsstädte und bildeten zusammen den Altmärkischen Städtebund mit dem sie bei den Hansetagen Geschlossenheit demonstrierten.
Das Ende der altmärkischen Hanseherrlichkeit wurde nach der blutigen Niederschlagung von Aufständen gegen die vom Kurfürst eingeführte Bierziese im Frühjahr 1488 eingeleitet. In Folge dieser Niederlage mussten sich die altmärkischen Städte aus allen Bündnissen, auch aus der Hanse, zurückziehen und verloren zahlreiche Rechte wie das Münzrecht. Lediglich Stendal und Salzwedel blieben bis zu ihrem Ausschluss 1518 Mitglied der Hanse. Seit dem 16. Jahrhundert entwickelten sich die sieben Hansestädte dann sehr unterschiedlich. Heute sind sie alle Mitglieder im Hansebund der Neuzeit.

Neben den Hansestädten gibt es in der heutigen Altmark sechs weitere Städte (Arendsee, Arneburg, Bismark, Kalbe (Milde), Klötze und Tangerhütte), die im Gegensatz zu den Städten des Altmärkischen Städtebunds im Spätmittelalter allerdings keine wehrhaften und bedeutenden Handelsstädte waren. Sie gingen aus Siedlungen oder Flecken in der Nähe von Burgen, die von den jeweiligen Landesherren zum Schutz der Grenzen angelegt wurden sind, hervor. Arneburg gilt als die älteste Stadt der Altmark. Dagegen erhielt Klötze, bis 1815 ein Amt des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg, erst im 19. Jahrhundert das Stadtrecht, und Tangerhütte ging im Zuge der Industrialisierung aus einem Dorf hervor. Die ehemalige Stadt Oebisfelde (Landkreis Börde) war historisch ein Teil der Altmark, wird heute aber der Region Elbe-Börde-Heide zugeordnet.

Städte wie Arendsee, Bismark, Kalbe, Tangerhütte und Klötze verkörpern vor allem architektonisch die enge Verbindung zwischen Stadt und Land. Ein romantisches Städtchen am Steilhang zur Elbe ist Arneburg mit seinen Fischer- und Schifferhäuschen.

Aber auch die kleineren Orte, wie Kläden, Sandau, Kunrau, Beetzendorf, Schönhausen oder Wahrenberg bergen Interessantes und Sehenswertes, wie Museen, Heimatstuben, Bauerngärten, Storchennester und imposante Kirchen. Die unmittelbare Nähe zur Natur macht sie zu etwas Besonderem.

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